Das Sportamt Basel-Stadt betreibt und verwaltet Sportanlagen, Garten- und Hallenbäder sowie Kunsteisbahnen. Unter anderem die Hallenbäder erfreuen sich wachsender Beliebtheit bei der Bevölkerung. Der Publikation «Jugend, Familie und Sport. Zahlen.» ist zu entnehmen, dass die Eintritte in die Hallenbäder Rialto und Eglisee 2025 gegenüber dem Vorjahr «enorm» angestiegen sind.
Das Sportamt Basel-Stadt betreibt zwei für alle zugängliche Hallenbäder: das am Stadtrand gelegene Hallenbad Eglisee und das zentral gelegene Hallenbad Rialto. 14 weitere Schwimmhallen sind nur im Rahmen von Kursen sowie Therapien nutzbar. Das bedeutet, dass während rund 7 Monaten pro Jahr für die allgemeine Nutzung nur zwei Schwimmbäder zur Verfügung stehen. Während der Betriebszeiten ist das Hallenbad Rialto 80,5 Stunden, das Hallenbad Eglisee 95 Stunden pro Woche geöffnet. Daraus resultieren (als Vergleichswert) kumulativ 175.5 Stunden wöchentlich Betriebszeit auf Kantonsgebiet.
Im Vergleich mit Bern (3 Anlagen, kumulierte Betriebsstunden pro Woche: 254h) und Zürich (11 Anlagen, kumulierte Betriebsstunden pro Woche: 574,2h) stehen in Basel ausserhalb der Freibadsaison deutlich weniger Bade- und Schwimmmöglichkeiten (Anzahl Schwimmanlagen, Anzahl geöffnete Stunden Schwimmanlagen) zur Verfügung. Zudem ist das zentral gelegene Rialto im Juli und August geschlossen, öffnet unter der Woche erst um 8 Uhr. Hinzu kommt, dass im Rialto manchmal nur eines der beiden Lernschwimmbecken zur Verfügung steht und das Eglisee gar kein Lernschwimmbecken anbietet.
Aufgrund oben ausgeführter Ausgangslage wird der Regierungsrat um die Beantwortung der folgenden Fragen an:
- Wie wird der in dem Vergleich zu anderen Grossstädten niedrige Schlüssel (Einwohner:innen/kumulierte Betriebszeit) begründet?
- Wurde vor und nach der Sanierung des Hallenbades Rialto eine Bedarfsanalyse hinsichtlich Kapazitäten und Öffnungszeiten von Hallenbädern in Basel-Stadt erstellt? Falls ja, welche Erkenntnisse lieferten sie und welche Handlungsempfehlungen wurden daraus abgeleitet?
- Wie stellt sich der Regierungsrat zu einer Erweiterung der Öffnungszeiten:
- Wieso sind die Öffnungszeiten der Hallenbäder Eglisee und insbesondere des zentral gelegenen Rialtos nicht stärker an heutige Bedürfnisse von erwerbstätigen oder Care-Arbeit erbringenden Personen angepasst?
- Wie viele zusätzliche FTE wären für die Ausweitung der kumulativen wöchentlichen Öffnungszeiten beider Anlagen auf 208 Stunden (jeweils MO-FR 06:00-22:00, SA-SO 8:00-20:00 Uhr) nötig?
- Mit wie vielen zusätzlichen Personal- und Sachkosten rechnet der Regierungsrat (prozentual und effektiv) Bei einer Ausweitung?
- Wäre eine ganzjährige (allenfalls auf beliebte Zeiten beschränkte) Öffnung des Hallenbads Rialto eine Option für weitere Schwimmflächen?Plant der Regierungsrat langfristig im Sinne der Sportflächenstrategie der effizienten Energienutzung zusätzliche Schwimmflächen bei gleichzeitiger Abwärmenutzung (z.B. bei den geplanten Eisflächen)?
- Wie lassen sich die Nutzungszeiten für die Öffentlichkeit der Lernschwimmbecken im Rialto ausweiten?
- Einige Schulschwimmhallen waren oder sind an einzelnen Wochentagen gegen Eintritt für die Öffentlichkeit nutzbar.
- In welchen Schulschwimmhallen bestehen solche Angebote und wie sind diese ausgestaltet?
- Wie lassen sich mittels Schulschwimmhallen mehr Lernschwimmbecken ausserhalb der Freibadsaison der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen und wie lassen sich dadurch mehr Schwimmbahnen zur Verfügung stellen?
- Plant der Regierungsrat, diese Angebote auf der Kantonswebseite unter “Hallenbäder” künftig transparent zu machen?
