Für lebendige Quartiere und bezahlbare Städte


Die Schweizer Städte sind heute wieder lebenswert: lasst sie uns auch preiswert machen.

Städte und Agglomerationen können der grüne Motor für eine nachhaltige Veränderung und Laboratorien für Innovation sein. Ein haushälterischer Umgang mit dem Boden muss Wohnen und Arbeiten wieder zusammenbringen und die Siedlungsentwicklung nach innen fördern. Anbauen und Aufstocken lautet die Devise. Sie findet allerdings nur Akzeptanz, wenn dabei auch die Lebensqualität stimmt und bezahlbarer Wohnraum erhalten bleibt und erneuert wird.

Wohnen ist ein Grundrecht. Es ist in diesem Sinne auch eine staatliche Aufgabe, genügend Wohnraum zu schaffen, vor allem wenn der Wohnungsmarkt hier nicht mitspielt. Entscheidend für das Leben in Städten und Agglomerationen ist aber auch eine grüne Verkehrspolitik.

Gemeinnützigen Wohnbau stärken

Der Bund kann all diese Aufgaben nicht an Gemeinden und Kantone delegieren, sondern muss selber mehr Verantwortung übernehmen: Planerische Auflagen können den Erhalt von bezahlbarem Wohnraum in den Städten und Agglomerationen ermöglichen. Darunter fallen zum Beispiel Mindestquoten für gemeinnützige Wohnbauträgern sowie ein Vorkaufsrecht für Gemeinden. Auch sollte der Bund den gemeinnützigen Wohnbauträgern bei Bedarf Landreserven von SBB, armasuisse und anderen bundesnahen Betrieben günstig zur Verfügung stellen.

Bund, Kantone und Städte flexible, generationenübergreifende Wohnformen und ökologische Nachbarschaften fördern. Und nicht zuletzt: nach dem klaren Ja zum Bundesbeschluss Velo müssen mehr Bundesmittel für den Veloverkehr in Städten und Agglomerationen und für die Verbesserung der Verkehrssicherheit, insbesondere auf den Schulwegen, eingesetzt werden.