Für fairen Handel und verantwortungsvolle Konzerne


Unternehmen sollen auch im Ausland Menschen-, Umwelt- und Arbeitsrechte achten. Dazu braucht es hier den Druck der Politik. Darüber hinaus sollte sich die Schweiz auch bei Handelsverträgen für ein Nachhaltigkeitskapitel einsetzen statt weiterhin laissez faire walten zu lassen.

Rohstoffhandel und Offshore-Finanzgeschäfte sind in der Schweiz ein Wirtschaftsfaktor und nicht zuletzt sogar von weltweiter Bedeutung. Die Schweiz ist mit der globalen Wirtschaft sehr gut vernetzt, obwohl oder gerade weil wir ausser dem Alpenpanorama über keine nennenswerten natürlichen Ressourcen verfügen.

Die Schweiz hätte mit diesem riesigen Knowhow die Chance die Rohstoff- und Finanzbranche in nachhaltige Bahnen zu führen. Denn würden sich die globalen Multis bewegen, hätte das einen grossen Impakt. Leider ist zum Beispiel Sustainable FinTech noch eine Nische.

Deshalb braucht es hier nicht nur mehr Konzernverantwortung, sondern auch mehr Transparenz. Das kann einerseits über die Offenlegung von Zahlungsströmen geschehen oder durch die Schaffung einer Aufsicht über den Rohstoffhandel.

Handel, aber nachhaltig

Apropos Handel: während der Bundesrat gerne (statt mit den europäischen Freunden) mit Trump, Xi & Co. Handelsverträge abschliessen will, sollten wir lieber dafür sorgen, dass unser Handel auch wirklich nachhaltig ist. Das heisst, unsere Verträge sollten auf Umweltschutz- und Menschenrechtsstandards überprüft werden. Denn ein Vertrag, der zum Beispiel Land-Grabbing fördert, vertreibt Menschen und zerstört wahrscheinlich die Umwelt.