Ja zur Zersiedelungsinitiative


In den vergangenen Jahrzehnten wurden hunderte Quadratkilometer Kulturland und naturnahe Landschaften überbaut – mit verheerenden Folgen für die Biodiversität. Nach wie vor geht jede Sekunde fast ein Quadratmeter Grünfläche verloren. Die Zersiedelung schreitet voran, der Umgang mit dem Boden bleibt verschwenderisch. Es braucht daher Massnahmen: keine zusätzlichen Bauzonen und die Förderung von nachhaltigen Quartieren.

Dank einer nachhaltigen Quartierplanung vor allem in Städten und Agglomerationen liegen Wohnen, Arbeit und Freizeit nahe beieinander. Diese funktionale Durchmischung ermöglicht kurze Verkehrswege und verringert damit das Verkehrsvolumen. Und obwohl mit dem Boden effizient umgegangen wird, haben alle genügend Raum, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen. In einem nachhaltigen Quartier leben genügend Menschen, so dass sich auch ein gut ausgebauter ÖV lohnt (siehe dazu Positionspapier Basel2035).

Die Initiative «Zersiedelung stoppen – für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung» verlangt aber auch, die Baufläche nicht weiter zu vergrössern. Neueinzonungen sollen durch Rückzonungen an einem anderen Ort kompensiert werden. Damit übernimmt die Initiative den bewährten Mechanismus des Waldgesetzes: Wald darf nur gerodet werden, wenn er andernorts gleichwertig ersetzt wird. Zudem soll das Bauen ausserhalb der Bauzonen grundsätzlich auf die benötigten landwirtschaftlichen und standortgebundenen Bauten und Anlagen beschränkt werden.